“So wie Du bist,
so sind auch Deine Gebäude.”
(Louis Sullivan)

Für uns ist Architektur eine ganzheitliche Aufgabe. Dabei sind Gestaltqualität, Funktions- und Konstruktionsgerechtigkeit, Ökologie und Ökonomie selbstverständlich. Außerdem sind wir der Ansicht, dass Architektur erst dann preisgekrönt werden darf, wenn sie über einen langeren Zeitraum schadensfrei geblieben und ihr Gestaltungsansatz nicht schon nach kurzer Zeit überkommen ist ...!

Passivhaus

Der Passivhaus-Standard ist der weltweit anerkannt höchste Standard im energieeffizienten Bauen mit einem Heiz- und Kühlenergieverbrauch eines von  maximal 15 kWh/m²a im Jahr.

Das sind etwa 80 % weniger als ein Neubau nach den heutigen Vorschriften in Deutschland verbrauchen darf, und in Deutschland gelten die höchsten Anforderungen an das energiesparende Bauen überhaupt.
 
Das Passivhaus macht also nicht nur unabhängig von unaufhaltsam steigenden Energiekosten, sondern leistet auch einen gewaltigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz...
 
...aber:
 
Auch das Passivhaus muss sich weiter entwickeln.
  • Der geringe Restenergiebedarf sollte möglichst ausschließlich aus „Erneuerbaren Energien" bereitgestellt werden.
  • So darf es uns zum Beispiel nicht gleichgültig sein, wo der gute U-Wert herkommt. Wir sollten nur ökologisch unbedenkliche Baustoffe einsetzen.
  • Die Baustoffe sollten recyclebar sein und so später wieder in den Stoffkreislauf gelangen.
  • Auch ein umweltbewusstes Wassermanagement gehört zu einem verantwortungsbewussten Bauen.
und Vieles mehr…
 
 

Warum Passivhaus?

Durch einen 80% niedrigeren Heiz- und Kühlenergieverbrauch im Vergleich zu Neubauten in Deutschland und den damit verbundenen Ersparnissen leistet es auch einen gewaltigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz. Die luftdichte Hülle sorgt zusammen mit einer kontrollierten Lüftung für ein angenehmes Raumklima, ununterbrochen frische Luft und kann Pollen sowie Schadstoffe aus der Umgebungsluft herausfiltern ehe sie in den Innenraum gelangen. 

Nicht ohne Grund hat die EU sich das Ziel gesetzt, den Passivhaus-Standard bis 2020 für Neubauten zum gesetzlich vorgeschriebenen Standard zu machen - Alles Andere sind dann Altbauten.

 

Darum...

bauen wir seit mehr als 14 Jahren fast nur noch Passivhäuser,

  • haben wir schon im Jahr 2003 das erste Altenheim weltweit als Passivhaus gebaut und nur wenige Jahre später für denselben Träger das zweite Altenheim als Passivhaus (den weltweit ersten vorgefertigten Großmodulbau als Passivhaus) realisiert,
  • haben wir das weltweit kleinste freistehende Passivhaus gebaut (je kleiner ein Haus, umso schwieriger ist es ein Passivhaus zu realisieren),
  • haben das erste Hospizgebäude als Passivhaus gebaut,
  • haben wir das bislang größte Bestandsgebäude auf zertifizierten Passivhaus-Neubaustandard gebracht (eine über 40 Jahre alte Schule für über 1.200 SchülerInnen, die inzwischen mehrfach ausgezeichnet wurde),
  • sanieren wir gerade eine Kirche; der erste Altbau mit Innendämmung, der nach “Ener-PHit“ („Passivhaus im Bestand“) zertifiziert wird. Nach den hierbei erreichten Ergebnissen werden die Zertifzierungskriterien für Bestandsgebäude mit Innendämmung festgelegt,
  • haben wir zusammen mit dem Passivhaus Institut (Prof. Wolfgang Feist) im Auftrag der deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und des französischen Großkonzerns St. Gobain mit Hauptsitz in Paris Passivhäuser für verschiedene Klimazonen entwickelt: Dubai, Las Vegas, Yekaterinburg, Shanghai und Tokio,
  • beraten wir auch Pilotprojekte im außereuropäischen Ausland.

 

Wie funktioniert ein Passivhaus?

Ein Passivhaus ist supergedämmt. Eine geschlossene, luftdichte Hülle umgibt das gesamte Gebäude. Passivhäuser haben darüber hinaus besonders gut wärmegedämmte Fenster mit wärmegedämmten Rahmen und Dreifachverglasung.

Jedes Passivhaus ist mit einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ausgestattet. Die kontrollierte Lüftungsanlage sorgt nicht nur für ein komfortables Temperaturniveau sondern außerdem für ununterbrochene Frischluftzufuhr und somit für beste Luftqualität und allerhöchsten Wohnkomfort. Die Heizlast eines Passivhauses ist auf 10 W/m² begrenzt. So genügen exemplarisch 2 erwachsene Menschen als alleinige Energiequelle, um einen 20 m² großen Raum zu beheizen.

Darüber hinaus gibt es für Bauherren und Ersterwerber für Passivhäuser in den meisten Bundesländern staatliche Zuschüsse und deutschlandweit günstige KfW-Darlehen. Dabei liegen die Mehrkosten für Einfamilienhäuser im Durchschnitt bei mittlerweile nur noch ca. 5 %. Wenn man die investiven Mehrkosten Kreditfinanziert, dann sind die Kapitalkosten (Zinsen + Tilgung) auch ohne staatlichen Zuschuss und subventioniertes Darlehen selbst bei einem Einfamilienhaus heute schon geringer als die eingesparten Energiekosten…und das ab dem allerersten Tag! Und die Energiekosten werden weiter steigen. Je größer eine Baumaßnahme ist, umso geringer sind die anteiligen investiven Mehrkosten.

Unaufhaltsam steigende Energiepreise, zur Neige gehende Energieressourcen, hohe Luftverschmutzung, Klimaveränderung und Naturkatastrophen sind Schlagworte, die uns täglich in den Medien begegnen und keinen Zweifel daran aufkommen lassen, dass längst die Zeit zum Umdenken gekommen ist. Umdenken im Alltag, Umdenken im Verbrauchen, Umdenken im Bauen.

Deshalb haben wir uns schon seit vielen Jahren dem Bauen im Passivhausstandard verschrieben und zwar nicht nur im Neubaubereich sondern auch bei Bestandsgebäuden.

Wir planen und bauen also nicht nur neue Passivhäuser, wir sanieren auch Altbauten zu Passivhäusern bzw. mit Passivhauskomponenten. Wir beraten, forschen, veröffentlichen und lehren auch zum Thema rund um das Passivhaus und wir zertifizieren (als eine der 26 weltweit autorisierten Zertifizierungsstellen) Passivhäuser.